Startup der Woche 41

ParkEfficient ist das Startup der Woche 41: Intelligente Bewirtschaftung von Unternehmensparkflächen

So fortschrittlich viele Unternehmen mittlerweile sind: Bei der Bewirtschaftung ihrer Parkflächen hört die Innovation auf. Parkplätze werden meist pro Mitarbeiter fest vergeben und stehen daher während Urlauben, Geschäftsreisen oder Krankheitstagen leer. Das klingt nicht nur wenig wirtschaftlich, sondern schafft zudem noch Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern, die jeden Morgen auf (vergeblicher) Parkplatzsuche sind. Unser Startup der Woche geht dieser Ineffizienz an den Kragen. Denn ParkEfficent entwickelt eine App, mit der freie Stellflächen ermittelt und neu vergeben werden können. Wie genau die App funktioniert und welche weiteren Mehrwerte ParkEfficient bietet, erklärt uns Geschäftsführer Konstantin Wilms im Interview.

Hi Konstantin. Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst! Würdest du uns zum Einstieg einen kurzen Pitch geben?
Gerne! Die ParkEfficient App verhilft Unternehmen zu einer 140% Auslastung ihrer Parkflächen – und das ohne riskante Überbuchungen, sondern mit einem intelligenten Zuweisungssystem.
Das klingt nach einer sehr nutzenorientierten Lösung, erzähl' uns gerne mehr darüber.
Unser Produkt ist eine App, die individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst werden kann. Das Parkplatzmanagement in Unternehmen ist häufig ein komplexes Problem, das stark von Organisationsform, Lage und Zugänglichkeit der Stellflächen abhängig ist. Ein Großteil der deutschen Unternehmen bietet seinen Mitarbeitenden eine stark limitierte Anzahl von Stellflächen, welche nach den Prinzipien der festen Zuweisung oder durch limitierte Zugänge vergeben werden. Das führt zwangsläufig dazu, dass täglich bis zu 40% der Stellflächen nicht optimal ausgelastet werden, beispielsweise durch Urlaube, Dienstreisen, Krankheitsfälle oder mobilem Arbeiten. Zudem gibt es große Unterschiede bzgl. der Vermietung/Subventionierung von Stellflächen: Während ein Teil der Unternehmen Parkplätze/Zugänge für ein ganzes Jahr vermietet, verlässt sich der andere Teil auf monatliche Abbuchungen oder individuelle Modelle. Wir bieten für einzigartige Fälle einzigartige Lösungen an. Für jeden Unternehmenskunden wird ein Profil angelegt, auf das lediglich Mitarbeitende zugreifen können. Anschließend werden modulare Features hinzugefügt. Je nach Bedarf können Parktickets monatlich oder tagesbasiert angeboten werden und kostenlos oder gegen eine Gebühr erworben werden. Die Abrechnung der Kosten kann über die App oder per Anbindung an die Lohnbuchhaltung der Kunden erfolgen. Mit ParkEfficient haben Mitarbeitende, die auf langen Wartelisten verweilen, die Möglichkeit unternehmenseigene Stellplätze zu nutzen. Es wird keine Zeit mehr mit kostenintensiven Parkplatzsuchen in Großstädten verschwendet. Die mittels der ParkEfficient App gesammelten Daten ermöglichen tagesindividuelle Prognosen. Für eine Auslastung von bis zu 140%.
Verstehe. Services zur Parkflächenbewirtschaftung gibt es ja bereits einige. Worin siehst das USP, das Unternehmen dazu bewegt, eure Lösung zu nutzen?
Bisherige ParkApps bieten lediglich die Vermietung von Stellflächen an Dritte. ParkEfficient hingegen konzentriert sich auf unternehmenseigene Stellflächen und Mitarbeitende. Primär soll die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht werden. Zusätzliche Einnahmen, beispielsweise durch die Weitervermietung an Mitarbeitende, können generiert werden. Flexibilität und Effizienz. Das macht ParkEfficient einzigartig.. Wir sind in der Lage, den Bedarf der Kunden in Echtzeit abzubilden und eine individuelle Lösung anzubieten. Zudem verfügen wir neben Know-How über eine Vielzahl von Daten, die eine Vorhersage bzgl. der sich ständig ändernden Auslastung erlaubt. Das ist besonders Interessant für Neubauprojekte – Oft ist die Anzahl neu zu bauender Stellflächen ein kritischer Faktor bei der Planung, bei dem Investoren und Städte gegeneinander verhandeln. Neue Gesetze und Verordnungen erlauben es den Investoren, die Anzahl neu zu bauender Stellflächen zu reduzieren, wenn hier nachweislich intelligente Parkmanagementlösungen eingesetzt werden. Das bietet ParkEfficient.
Softwarelösungen werden von vielen Unternehmen als Lizensmodell vertrieben. Ist das bei euch ähnlich oder nutzt ihr ein anderes Geschäftsmodell?
Für die Nutzung unserer App erheben wir in der Regel eine Lizenzgebühr. Diese variiert, basierend auf den zuvor erhobenen Potentialen, die unser App vor Ort schafft und der Anzahl der hinzugebuchten Features. Darüber hinaus, bieten wir für unsere Kunden die Möglichkeit eines individuellen Customizings an, für das i.d.R. eine Einmalzahlung anfällt. Wir entwickeln unser Geschäftsmodell stets weiter. Inzwischen bieten wir neben unserem Standardprodukt (der Vermittlung festvergebener Stellplätze) intelligente Lösungen zur Optimierung von First-Come-First-Serve betriebenen Parkflächen an. Außerdem entwickeln wir aktuell Optimierungsmöglichkeiten für Büroflächen-Auslastungen.
Du bist bei der Beantwortung der vorherigen Fragen schon kurz auf eure Kunden eingegangen: Unternehmen mit eigenen Stellflächen. Nehmt ihr innerhalb dieser Zielgruppe weitere Eingrenzungen vor?
Über je mehr Parkplätze und Standorte ein Unternehmen verfügt, desto lukrativer wird das Geschäft für beide Seiten. Das heißt jedoch nicht, dass wir ausschließlich Unternehmen ab einem bestimmten Parkplatz-Kontingent bedienen: auch für kleine Unternehmen bietet unsere Lösung gewinnsteigende Lösungen. In Städten wie Düsseldorf, Köln oder Dortmund kostet ein extern angemieteter Stellplatz bis zu 390 Euro im Monat, in Zürich sogar 500 Euro. Ein nicht ausgelasteter Stellplatz bedeutet dort vor allem eines: Verlust. Hier setzten wir an und bieten Unternehmen einen intelligenten und ressourcenschonenden Ausweg. Aktuell richtet sich unser Marketing an Unternehmen in NRW. Allerdings wollen wir schnellstmöglich auch Städte wie Berlin, Frankfurt, München, Zürich und Wien adressieren. Unser Geschäftsmodell ist skalierbar und lässt sich somit weltweit auf jedes Unternehmen übertragen. Zudem unterstützen wir Neubauprojekte, die durch den Einsatz von ParkEfficient die Anzahl neu zu bauender Stellflächen reduzieren können.
Ihr habt euch 2017 gegründet und die Entwicklung eurer Produkte seitdem sicher stetig vorangetrieben. Im Sinne der Agilität: Hat sich eure strategische Ausrichtung seitdem geändert, oder verfolgt ihr nach wie vor eure Kernvision?
Das Kernprodukt wurde 2018 entwickelt. Zu dieser Zeit investierten wir in das Produktdesign, den Businessplan und das Unternehmenskonzept. Die Kernversion adressierte anfangs nur Kunden mit festvergebenen Stellflächen. Inzwischen hat sich das geändert: Features wie E-Parkplätze, ParkSecurity (Vergabe von Frauen- und Gästeparkplätzen sowie Parkplätzen für Menschen mit Einschränkungen) und in-App Zahlungsverkehr erweitern unser Produktportfolio. Und die Liste wird immer länger; ebenso wie die Nachfrage nach der ParkEfficient App. Mit unseren Lösungen möchten wir durch einen schonenden und effizienten Umgang mit bestehenden Ressourcen einen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Konstantin, das bringt uns auch schon zum Ende unseres Interviews. Vielen Dank für den spannenden Input! Wir wünschen euch natürlich bei der Weiterentwicklung von ParkEfficient viel Erfolg und hoffen, noch viel von euch zu hören. An dieser Stelle möchten wir natürlich auch nochmal auf euer Innoloft Profil sowie eure Innoloft Funding- und Kundenrequests aufmerksam machen.