Digitale Lösungen und Zusammenarbeit in Zeiten der Korona

Die Bedeutung der digitalen Wirtschaft für das Wirtschaftssystem als Ganzes wird in der "Korona-Krise" besonders deutlich. Infolge der "Abschottung" kam es zu erheblichen Einschnitten im Wirtschaftsleben. Doch unzählige digitale Lösungen haben einen vollständigen Stillstand verhindert. Sie ermöglichen es Millionen von Menschen, von ihrem Heimbüro aus zu arbeiten, Online-Meetings, Webinare und digitale Veranstaltungen abzuhalten. Plattformen und Online-Marktplätze werden für Handel, Kommunikation und laufenden Austausch genutzt. In der Corona-Ära wurden beispielsweise zahlreiche Hilfs- und Austauschangebote über Plattformen lanciert.

Nicht wenige Energieversorger mussten jedoch von einem Tag auf den anderen von vorwiegend analogen Prozessen auf digitale umstellen. Versorgungsunternehmen, die diesen Schritt bereits vor 'Covid-19' getan hatten, hatten weitaus weniger Kopfzerbrechen. Die Auswirkungen waren noch größer, wenn die Unternehmen bereits digitale Geschäftspraktiken, Prozesse und Geschäftsmodelle hatten und diese in der Corona-Ära ausbauen konnten.

Dennoch sind sich Wirtschafts- und Regierungsexperten einig, dass die Folgen und Auswirkungen der 'Covid-19'-Pandemie für alle Unternehmen spürbar sein werden. Gleichzeitig wird der Ruf nach neuen Konjunkturpaketen laut, die den Herausforderungen des Klimaschutzes Rechnung tragen. Wie also können Unternehmen der Energiewirtschaft den Spagat zwischen neuer Arbeit und Digitalisierung einerseits und der Fortsetzung der Energiewende und der Erreichung der Klimaziele andererseits auch in Zeiten der Korona meistern?

Innovative Kooperationsansätze vor, während und nach Covid-19

Digitale, kollaborative Ansätze bieten nicht nur Chancen für Energieunternehmen. Dennoch bleibt die Frage, wie sie genutzt und nach der Korona-Pandemie weitergeführt werden können. Auch wenn neue Arbeiten, Digitalisierung und Klimaschutz längst auf der Agenda der Unternehmen der Energiewirtschaft stehen und intensiv diskutiert werden, steht eine umfassende Umsetzung digitaler und nachhaltiger Konzepte und deren Integration in die Verwaltungsbereiche noch aus. Kulturelle Barrieren, rechtliche Gründe, Datenschutzbedenken und technische Hürden stehen einer breiten Umsetzung bislang im Wege. Viele digitale Lösungen und nachhaltige Konzepte werden von Unternehmen nur zögerlich umgesetzt.

Nach einem Kurzbericht des IAB - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung - bot im Jahr 2019 und vor der Korona nur ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland die Möglichkeit, von "unterwegs" zu arbeiten. Nur einem Zehntel aller Beschäftigten wurde die Möglichkeit geboten, von zu Hause aus zu arbeiten. Allerdings war diese Möglichkeit oft nur auf Stundenbasis verfügbar. Ganze Home-Office-Tage waren bisher nicht sehr verbreitet. Erst dann stellten rund 30 Prozent aller mittelständischen Unternehmen - und rund 40 Prozent aller Unternehmen in Deutschland - ihren Mitarbeitern ein Home-Office zur Verfügung.

Nach einer Kurzstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, die von infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaften - durchgeführt wurde, verließen rund 85 Prozent aller erwerbstätigen Deutschen vor Ausbruch der Pandemie und der Umsetzung der "Lockdown"-Maßnahmen täglich ihre Wohnung. Im Durchschnitt legten die Beschäftigten pro Arbeitstag eine Strecke von rund 40 Kilometern zur Arbeit zurück.

Erst in der Covid19-Phase haben auch viele Unternehmen der Versorgungs- und Energiebranche gezeigt, dass mit Hilfe digitaler Instrumente eine Zusammenarbeit möglich ist. Gleichzeitig wird deutlich, wie sich das Verkehrsaufkommen durch Zusammenarbeit im Home Office reduzieren lässt. So konnten in den letzten Wochen viele Emissionen eingespart werden. Es wird deutlich, dass kollaborative Ansätze einen Hebel für die Etablierung einer digitalen Arbeitskultur sowie die Chance für eine nachhaltigere und klimafreundlichere Arbeitsumgebung bieten.

Und was kommt nach Corona?

Was nach der Pandemie geschehen wird, kann derzeit kaum beantwortet werden. Covid-19" hat jedoch die Türen für Innovationen und kooperative Ansätze geöffnet, die zuvor verschlossen schienen. So können kollaborative Arbeitsmethoden nicht nur den Städten einen Ausweg aus dem sich mancherorts abzeichnenden Verkehrskollaps bieten. Sie ermöglichen den Arbeitnehmern auch eine größere Flexibilität und geben ihnen mehr Freiheit, ihr Berufs- und Privatleben miteinander zu verbinden. Moderne Arbeitsmethoden in Verbindung mit digitalen Lösungen können sich auch positiv auf den Fachkräftemangel auswirken. Sie entlasten auch die Reisebudgets der Unternehmen. Gegenwärtig sind jedoch noch viele Fragen offen, beispielsweise im Hinblick auf die Etablierung einer digitalen Unternehmenskultur und die Etablierung einer entsprechenden Denkweise, die für den digitalen Kulturwandel in Unternehmen notwendig ist.


XignSys GmbH

2016 - Nordrhein-Westfalen

Entwicklung eines Multiidentifzierungstools für Authentifizierung und Signaturen.


vr-on GmbH

2016 - Bayern

Individuelle und umfassende Virtual- und Augmented-Reality Lösungen.


clarifydata GmbH

2017 - Schleswig-Holstein

Entwicklung von intelligenten System zur Auswertung von Kundendaten


oculavis GmbH

2016 - Nordrhein-Westfalen

Das Unternehmen digitalisiert manuelle Prozesse mit Hilfe von Wearables.


Woost

2019 - Nordrhein-Westfalen

Ein neues Collaboration-Tool, das dank seiner revolutionären Technologie flexibel, einfach und ausdrucksstark ist.